Die Götter in weiß
7. Oktober 2011Früher bin ich einmal alle zwei Jahre zum Optiker gegangen und dann auch nur, um mir eine neue Sonnenbrille zu kaufen.
Diese Zeiten haben sich leider geändert: Mittlerweise besitze ich eine Lesebrille, eine Brille zum Autofahren, eine Sonnenbrille und Kontaktlinsen.
Heutzutage gehe ich circa alle drei Monate zum Optiker, und da von seiner Arbeit ein Stück Lebensqualität abhängt, ist es wichtig, dass ein vertrauensvolles und ehrliches Verhältnis besteht.
Leider habe ich das Gefühl, das es genauso schwierig ist, einen seriösen Optiker in Köln zu finden, wie einen guten Arzt.
Lange Zeit hatte ich das Gefühl, dass ich nur als potenzieller Kunde gesehen wurde, dem es so viel, so teuer wie möglich zu verkaufen gilt, ganz gleich ob nützlich oder nicht.
Auch die Zeit der Beratung wurde auf ein Minimum reduziert, soweit klar wurde, dass ich heute vielleicht doch nichts kaufen wollte, sondern erst einmal nur Informationen einholen wollte.
Diese Zeiten sind nun endlich vorbei.
Durch geschultes Personal und freundlichen Service wird gemeinsam nach der optimalen Lösung gesucht.
Von Produkten, die überflüssig oder zu teuer sind, wird bewusst abgeraten, auch wenn dadurch vielleicht sogar eine höhere Gewinnmarge verschenkt wird.
Ich bin voller Zuversicht, dass sich hieraus ein Verhältnis ähnlich wie zu meinem Hausarzt entwickelt, denn zu dem gehe ich seit fast zwanzig Jahren.